Umsetzung

4 von 5 Existenzgründungen scheitern in den ersten 3 Jahren nach der Gründung. Was sind die Gründe? Ganz vorn mit dabei sind sicher fehlende kaufmännische Kenntnisse aber auch Unsicherheiten im Marketing.

Nach der Gründung beginnt die eigentliche Arbeit. Grundlage ist der Businessplan mit der Planungsrechnung und dem Maßnahmenplan. Dieser steht nun zur Umsetzung an. Hier gilt es, aktiv zu werden, statt abzuwarten, denn die Zeit läuft und schnell ist das Startkapital aufgebraucht.

Nicht zu unterschätzen ist aber auch die Entwicklung einer Unternehmerpersönlichkeit. Wer aus einer früheren Festanstellung kommt, muss sich oftmals einige Soft Skills aneignen, die man nur durch Training lernt.

Schwerpunkte bei der Umsetzung sind:

1.`Formalitäten und Anmeldepflichten, Unternehmermentalität

2. Liquiditätssicherung von Anfang an mit dem Businessplan als Arbeitsgrundlage

3. Marketingstrategie und Networking: wie baue ich mir einen ersten Kundenstamm auf?

4. Auswertung der Buchhaltung (BwA) und KLR (für das interne Rechnungswesen)

5. Operatives Controlling (Soll/Ist-Vergleich, KLR, Budgetierung, Break Even, Investitionsplanung, Amortisation, Finanzierungs-Modelle)

6. Organisation: Ablagesystem, Aufbau- und Ablauforganisation

7. IT-Unterstützung: Einstieg mit MS-Office, Outlook, Lexoffice, WordPress, Google

8. Wachstum durch Nutzung webbasierter Branchen-Software, sozialer Medien u .a.m.

9. Marktorientierung und Neuausrichtung durch Strategisches Controlling

10. Nutzung von Förderprogrammen

Noch eine Empfehlung:

Auf keinen Fall sollte man sich beim Controlling allein auf den Steuerberater verlassen. Die Buchhaltung dokumentiert die Vergangenheit.

Liquiditätssicherung ist aber in die Zukunft gerichtet und liegt in der Verantwortung des Unternehmers.

In der Regel braucht der Unternehmer mindestens 3 Monate Vorlauf, um die benötigten Aufträge zu generieren und den Umsatz zu sichern. Daher stammt das geflügelte Wort: “Wenn ich für 3 Monate Aufträge habe, kann ich ruhig schlafen”. :-)